ÜBER MICH

Daniel Herter

„Auf komplexe Fragen gibt es oft überraschend einfache Antworten.“

Seit der Kindheit galt mein hauptsächliches Interesse der Erforschung des Verhaltens von Lebewesen. Ich verschlang jedes Buch, das mir zu diesem Thema in die Finger kam. Und so war es wenig verwunderlich, dass mich mein Weg zum Studium der Soziologie, Philosophie und Pädagogik führte. Doch in keiner dieser Disziplinen fand ich wonach ich suchte. Nach drei Jahren entschied ich mich, mein Hochschulstudium abzubrechen, um in der Kynologie meinen Platz zu finden.

In diesem Umfeld fühlte ich mich sofort zu Hause. Das Wechselspiel zwischen Mensch und Hund, die Komplexität der Beziehungen zwischen beiden und das Lösen von Konflikten waren, und sind, genau wonach ich gesucht hatte. Dank hervorragender Lehrer und Persönlichkeiten, wie Michael Grewe, Nadin Matthews, Gerd Leder und Dr. Dorit Urd Feddersen-Petersen (um nur einige zu nennen) bekam ich einen umfassenden Einblick in die Welt der Hunde und ihrer Halter. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Studiums bei CANIS – Zentrum für Kynologie führte meine berufliche Laufbahn mich durch den ganzen süddeutschen Raum. Neben meiner Hundeschule in Abensberg betrieb ich mehrere Jahre eine große Hundepension mit Gruppenhaltung, arbeitete als Berater für verschiedene Tierheime und begleitete erfolgreich Hundehalter mit ihren Vierbeinern.
Während in dieser Zeit die Welt der Hundehalter und Trainer immer komplexer zu werden schien, wurden dank wachsender Erfahrung für mich die Zusammenhänge immer klarer und Lösungsansätze offensichtlicher. So begann ich Vorträge und Seminare zu halten – immer mit der Grundidee, einfach umzusetzende und lebensnahe Lösungen zu präsentieren, den Menschen näher zu bringen, dass Hundeerziehung das ist, was sie schon immer war: halb so wild.

Auch heute berate ich noch Hundehalter bei ihren Problemen, betreibe meine Hundeschule und biete Fortbildungen an. Inzwischen nicht nur für Hundehalter, sondern mehr und mehr auch für Kollegen und angehende Hundeerzieher im ganzen deutschsprachigen Raum.
Meine Einsichten und Erkenntnisse weiter geben zu können und somit auch die „Hundewelt“ in einem gewissen Maße mitgestalten zu dürfen, ist etwas, das mir wirklich viel bedeutet. Ich verbringe nun fast jedes Wochenende an einem anderen Veranstaltungsort und gebe mein Wissen weiter. An vielen dieser Orte treffe ich wieder Menschen und Hunde, die mir neue Sichtweisen eröffnen und mich auf dem Weg zum umfassenden Verständnis von Mensch und Hund einen Schritt weiterbringen.

Wer aufhört selbst zu lernen und sich und seine Sichtweise zu verändern, sollte auch aufhören zu unterrichten.

Daniel Herter