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Selbstverständlich habe ich ein abgeschlossenes kynologisches Studium, die notwendigen Zertifizierungen der Tierärztekammer und diverse Fortbildungen vorzuweisen. Aber darum soll es hier nicht gehen…
Seit 2001 kommen Menschen zu mir, weil sie Probleme mit dem Verhalten ihres Hundes haben, oder einfach Hilfe bei der Erziehung eines Vierbeiners benötigen. Nicht wenige dieser Menschen haben zuvor bis zu fünf Hundeschulen, Trainer, Verhaltensberater, oder Tierpsychologen aufgesucht – ohne Erfolg. Das ist Wahnsinn und Realität zugleich.

Oft komme ich mir vor wie ein „Anti-Hundetrainer“ wenn ich den Leuten erkläre weshalb die vorangegangenen Versuche zwar weitestgehend fachlich richtig, allerdings in ihrem Fall schlichtweg „unpraktisch“ waren – teilweise das Problem sogar verschlimmert haben.

Eine der häufigsten Ursachen für Verhaltensprobleme beim Hund – nennen wir sie doch besser „Erziehungsprobleme“ – liegt heute in der kompletten Theoretisierung des Ganzen. In der „Hundeszene“ wird über Fachbegriffe diskutiert, mit immer neuen Konditionierungsideen um sich geworfen. Wer sich heute einen Namen machen will muss selbstverständlich ein nagelneues Erziehungskonzept entwickeln und diesem dann einen genialen Namen verpassen… und all das wird in Büchern und Einzelstunden an Kunden verkauft, die eigentlich nichts anderes haben wollen, als Hundefreunde in all den Jahrzehnten vor Ihnen: einen vierbeinigen Alltagsbegleiter. Einen sogenannten Familienhund.
Die Eltern hatten einen. Auch die Großeltern hatten einen Hund. Und wahrscheinlich sogar deren Eltern zuvor auch. Und immer ging es irgendwie ganz gut. Ohne Bücher, ohne Hundeschulen, ohne Hundeführerschein, ohne Fachbegriffe und auch tatsächlich ohne „Maja Rüttermeiers H.U.N.D.oliogie-Konzept“.

Ich möchte keinesfalls behaupten, dass das inzwischen dazugewonnene Fachwissen unnütz, oder gar falsch wäre. Das Problem liegt heute darin, dass sich viele Kollegen und Kolleginnen in der „Fachlichkeit“ so weit verrennen, dass sie sich in teils abstrusen Lerntheorien verlieren, die so gar nichts mehr mit dem realen Alltag der Hundehalter zu tun haben. Aber genau an die wird das alles weitergegeben. Mit dem Ergebnis, dass so etwas simples, wie die Erziehung eines Hundes, heute so verwirrend und schwierig erscheint, dass man dafür am besten Jahre lang studieren müsste.

Verloren geht bei dieser ganzen Entwicklung die Einfachheit, die Echtheit und somit auch die Glaubwürdigkeit dem eigenen Hund gegenüber. Und so lande ich immer wieder in der merkwürdigen Situation, meinen Kunden erklären zu müssen, dass es praktischer ist, nicht auf all die Hundetrainer zu hören.

Doch was bleibt, wenn man nicht mehr in festen Konzepten denkt, nicht mehr in Fachbegriffen unterrichtet?

Genau das, was ich Ihnen auf den folgenden Seiten anbieten möchte. Lernen Sie eine Hundeerziehung kennen, die nicht nur hervorragende Ergebnisse erreicht, sondern – wie Sie sehen werden – tatsächlich „halb so wild“ ist.